Donnerstag, 29. November 2012

Angst...

... vor dem eigenen Geburtstag..
...davor, wieder ein Jahr älter zu werden, wieder bzw immer noch keinen Menschen an meiner Seite zu haben..
...davor, den Tag wieder "allein" zu verbringen, trotz Besuch..

Und trotz allem die Fassade der Freude und der guten Laune aufrechterhalten, da es sowieso niemand verstehen würde.

"Ich bin das Nichts, keiner versteht mich, weil ich das Nichts bin"

Dazu noch die Angst vor dem eigenen Leben, davor, immer wieder aufs neue zu versagen..  Ich möchte nicht leben, aber sterben will ich auch nicht.. gefangen zwischen den Welten, nur ein Geist in einer Menschenmenge..

"Ich bin das Nichts, keiner sieht mich, weil ich das Nichts bin"

Ich komme zu nichts mehr, was mir ursprünglich Freude gemacht hat.. Ich lese nicht mehr.. Ich gehe kaum noch raus.. Ich esse kaum.. Einer der Texte, die momentan am meisten auf mich zutreffen, kommt aus Kinskis "Tagebuch eines Aussätzigen":

„Ich weiß nicht, wer ich bin und wer ich war. Ein Fremder vor mir selbst und neu für mich und alt, wenn ich im Spiegel sehe. 
Ich glaubte, dass ich überall zuhause sei und war schon heimatlos, bevor ich schon ganz dort war. 
Ich bin durchaus sehr zart und fühl mich doch kräftiger als alle. So stark manchmal, so schwach so oft... Ich war verbohrt und zäh und schwach und ohne Willen, ohne Mut. 
Ich fürchte mich doch eigentlich vor nichts und dabei fürchte ich oft alles. 
Ich will nicht einsam sein und sehne mich nach Einsamkeit, sobald ich nicht alleine bin. 
Ich will ja lernen, lernen und ich hasse meinen Schlaf, weil er die Zeit stiehlt. Aber ich bin so übervoll von mir. Ich bin voll energiegeladener Ideen und voll von soviel Traurigkeit. 
Ich will leben und ich will sterben und ich tue beides oft. 
Ich war so gierig auf ein Glück und sieh! ich hasse das Gefühl des Glücks.
Ich war in Allem und ich wollte nirgends sein, wenn ich in Allem war.
Ich glaubte stets an Gott, doch ich bespuckte ihn und habe auch ein Kruzifix verbrannt und auch mein Kreuz und die Madonna fortgeworfen. 
Ich liebe meine Sonne und ich hasse sie, weil ich begreife, dass ich ihr nicht entkommen kann. 
Ich liebe Huren, Diebe und vielleicht auch Mörder, weil ich ihr Schicksal liebe, wenn sie eines haben. Und auch die Verrückten, wie sie die Menschen nennen; sie sind wie Blinde, die schon lange sehen. Auch ... alle Huren stehen über uns, weil sie soviel zu leiden haben. 
Ich fliehe jeden Tag und wenn die Nacht kommt und so stehen bleibt die ganzen stundenlosen Stunden, dann bin ich so sehr krank, weil es nicht Tag ist. 
Ich flehe Gott um Schutz und höhne ihn und mich danach, wenn er es tut und muß dann wieder fliehen. Und wenn ich ausgesetzt bin und zerrissen werde, dann flehe ich um neuen Schutz.
Ich hasse alle Kinder und doch knie ich nieder, wo ich eins seh. 
Ich suche mich und wenn ich mich gefunden habe, dann bin ich mein größter Feind. Mir brennt die eigne Haut wie Feuer und mein Blut ist wie ein unberechenbares Tier. Ich flieh vor mir und meinem Leben und ich hasse mich, der mich vernichten will. 
Aber ich bitte Gott um Schmerz und schweres Leben und um Gedanken nach dem Fieber.
Ich will für jede Blume leiden, wenn sie lebend stirbt und will auf immer dankbar sein, wenn es in jedem Jahre Frühling wird. 
Und will die Kraft abwarten nach den Schmerzen. 
Gott, gib mir Kraft, die Zwischenzeiten auszutragen ohne Schrei. Und gib mir Demut für den großen Schoß.“

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Träume


In meinem Traum bin ich im Wald. Ich liege im trüben Sonnenlicht, vom Nebel zerbrochen, zwischen riesigen Wurzeln im Moos und höre Regen und Tautropfen in den Humus fallen, höre den Wind die Blätter winden und aufwehen. Vögel, Knacken von Ästen unter Wildhufen, das Wühlen der Käfer und Würmer um mich herum. Die Feuchte des Bodens umgibt mich und ich atme tief frischste Luft. Wie ein grünblauer Schimmer legt sich die Stimmung auf mein Gesicht und ich schlafwandle in Gedanken durch das Grüne, sehe die Ruhe und das langsame Wachsen der Giganten. Über meinem Kopf schwebt der Wunsch, Teil all dessen zu sein. Ich erwachse zu unglaublicher Gelassenheit, so wie ich darüber nachdenke.
Es ist, als würde mich der Wald ansehen, mit all seinen Höhlen, mit seinen Flüssen und den Augen im Unterholz. Als würde er mich aufnehmen, mich umarmen, nähme mich zu seinem Sohn und wolle mich behüten. Er spricht mit kühler Stimme aus dem Moos in mein Ohr und erzählt von allem, was er je sah. Ehrfurcht und Wärme fahren in mich ein, denn ich bin zuhause. Zuhause im größten Geschenk, das meine Existenz mir bereitet. Ich muss nichts tun um es zu genießen. Ich muss nur zuhören und davon träumen.




Donnerstag, 27. September 2012

Autumnal Impressions

[rotten.pile]

[barrier]

[rain]

Miscellaneous

[.struggling.]

[.abandoned.]

[.nature.]

[.siren.]

[.spring.]

[.cloud.9.]


[.alignment.]

[.hide&seek.]

[.chasing.]

Riverside

A Path of dull textures

Brightness Descends I

Brightness Descends II

Brightness upon a moist hillside 
Brightness upon fragile grass

Chained

Darkness Descends

Earth 4266 A. D. I

Earth 4266 A. D. II

Electromagnetism I

Electromagnetism II

Electromagnetism III

Elegance

Fallen Tree

Forest crevice
Meadow and leaves in the rain I

Meadow and leaves in the rain II


Natural Staircase

Reflection and Raindrop

Rocks Beside Creek

Rot

Sky paints a palette I

Sky paints a palette II

Surreal Path

The Beauty of Decay

The home of a hermit

Decay

[A hobo's fortress]

[A place in the sun]

[A place to unwind]

[A rural path towards urbanity]
[A tree was permitted to grow I]


[A tree was permitted to grow II]
[Abandoned I]
[Abandoned II]

[Abandoned III]


[Abandoned IV]


[Abandoned V]

[Absolute Dryness]
[Absolute Dryness]

[Bleak...]

[Caution - may cause suicide]

[Cement]

[Decayed Railroad]

[Dirt]

[Drought]

[Emptiness I]

[Emptiness II]

[Entering Hell Entering the factory]

[Garbage]

[Ground I]

[Ground II]

[Industrialization]
[Makeshift Bridge I]

[Makeshift Bridge II]


[Mechanization]

[Monotonous Existence]

[Onwards towards nothingness]

[Overtaken by weeds]

[Pile of dirt]

[Shades of gray]
[Spare Parts I]

[Spare Parts II]


[Steel]

[Symmetry]

[The last road to nowhere]

[The last survivor]

[Tire]

[Trail]
[Transport circa 1910 I]

[Transport circa 1910 II]


[Trust Jesus]

[Wasteland]

[Wheel]

[Yeerk Pool 2056 A.D.]