Montag, 25. März 2013

Der Aufbruch

Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: »Wohin reitet der Herr?« »Ich weiß es nicht«, sagte ich, »nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.« »Du kennst also dein Ziel«, fragte er. »Ja«, antwortete ich, »ich sagte es doch: ?Weg-von-hier? ? das ist mein Ziel.« »Du hast keinen Essvorrat mit«, sagte er. »Ich brauche keinen«, sagte ich, »die Reise ist so lang, dass ich verhungern muss, wenn ich auf dem Weg nichts bekomme. Kein Essvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise.«

Montag, 18. März 2013

Verdammt, ich lebe noch..


Nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen.. Umzug überlebt, neue Umgebung. Immer wieder schwer sowas. Fühl ich mich wohl? Ich weiß es nicht. Die Grundstimmung wird nicht besser. Ich kämpfe mich durch den Tag, indem ich einfach gar nichts mache. Panik ist da, Panik vor dem Leben, die doch "gestern" noch nicht da war.. Gedankenverloren laufe ich durch die Gegend, ohne überhaupt zu wissen, wohin.

Ich denke mehr und mehr über den (Un)Sinn des großen Ganzen nach.. Vielleicht sollten wir unser Leben anders herum leben, dann wäre das Leid nicht so groß..

"I think we ought to start our life old. And we have all the pain, and we're feeble. And we look at our friends, and they're feeble, they're 100. But every day we get younger, and we have something to look forward to. No need to kill yourself, there's hope. And then when you reach 20, 19, 12, 10...every day is really a new day. And it's really a miracle. And then you're a baby, and you don't know your life is ending, you just suck on your mother's tit and then you die..."